Bürgerschützenverein
Brochterbeck
von 1846 e.V.

 

Internet:
www.buergerschuetzen-brochterbeck.de

 

   

WN vom 14.06.2017 -alv-
 

Josef Windoffer gibt den Königsschuss ab

 

Hofstaat 2017

Der Hofstaat der Bürgerschützen: Josef und Margret Windoffer regieren in Brochterbeck und feierten mit ihren Untertanen ein harmonisches Fest. Foto: -alv-

Es war ein zäher Holzvogel, aber mit dem 616. Schuss hat ihn Josef Windoffer von der Stange geholt. Anschließend wurde zünftig gefeiert.

Gut 100 Schüsse mehr als im Vorjahr waren nötig, um das hölzerne Federvieh von der Stange zu holen. Josef Win­doffer schaffte es um 17.15 Uhr mit dem 616. Schuss. Der neue König der Brochterbecker Bürgerschützen regiert gemeinsam mit seiner Frau Margret.

Bei herrlichem Wetter waren 135 Schützenbrüder am Sonntag beim Vereinswirt Heukamp angetreten. Nach dem Ausholen des Vorsitzenden hatte der scheidende König Heiner ein letztes Mal die Gelegenheit, das Wort an sein Volk zu richten. Dann ging es mit den Bocketalern voran zum Vogelstand. Vorher wurde noch am Ehrenmal ein Kranz niedergelegt.

Bei der Proklamation durch Oberst Christian Leugers wurde der Hofstaat bekanntgegeben: Traditionell das alte Königspaar des Vorjahres, Heiner und Pia Schwakenberg, sowie Hildegard und Ewald Schulte-Laggenbeck, Marianne und Manfred Rohwetter, Christa und Bernhard Roloff, Andrea und Berthold Brügge, Agnes und Heinrich Wiesmann sowie Andrea und Jens Win­doffer.

Am Montag hieß es um 15 Uhr Antreten auf dem Dorfplatz. 123 gut gelaunte Schützen marschierten zur Dörenther Straße, um das Königspaar auszuholen. Mit dem Königs- und Kaiserpaar in der Kutsche vorweg ging der Marsch anschließend durch das Dorf zum mittlerweile prall gefüllten Festzelt.

Der Vorsitzende Klaus Ventker begrüßte die Ehrengäste – unter anderem die Königin von vor 50 Jahren, Anni Tenberg, sowie das Königspaar von vor 25 Jahren, Agnes Jansen-Netter und Dr. Hans-Ludwig Klein. Die Grußworte der Kirchengemeinden sprach Pastor Björn Thiel. Bürgermeister Stefan Streit überbrachte die Grüße von Stadt und Verwaltung.

Am Abend wurde der Königsball mit der traditionellen Polonaise durch das Dorf eröffnet. Bis spät in die Nacht wurde ausgelassen gefeiert. Die Band Undercover sorgte für gute Unterhaltung.

 

Schützenfest des Familienzentrum

Ernste Töne – dann der Spaß

 

Die Kinderkönige Frieda und Mathis mit den großen Majestäten aus Brochterbeck. Foto: -alv-

Es ist Tradition, es ist das Highlight des Jahres – es ist nicht mehr wegzudenken aus dem Brochterbecker Kindergarten: Wieder einmal war es Zeit für das Brochterbecker Kinder-Sommer-Schützenfest.

Christel Lagemann begrüßte mit ihrem Team die über 280 Gäste. Sie nahm in ihrer Rede Stellung zum Kita-Ausbau in Brochterbeck. Sie betonte, dass der Ausbau wichtig sei. „Das hätten wir als katholische Kita, gemeinsam mit unserem Träger vor Ort (der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz) einfach nur sehr gern selbst gemacht“, betonte Christel Lagemann.

„Wir hatten schon so viele Pläne für ein Mehrgenerationenhaus“, fügte sie hinzu. Ein Gebäude, in dem unten Kindergartenräume und oben Wohnungen für Senioren eingerichtet werden, die im gemeinsamen Miteinander den Alltag hätten gestalten können, war die Idee. „Wir waren begeistert und voller Tatendrang“, so die Leiterin des Familienzentrums. Nun, nachdem sich das Bistum gegen einen Ausbau in katholischer Trägerschaft in Brochterbeck entschieden habe, sei die Enttäuschung einfach sehr, sehr groß.

Ein großer Dank gelte allen Brochterbeckern, Freunden des Familienzentrums über die Ortsgrenzen hinweg, dem Träger und allen, die sich für die Einrichtung eingesetzt haben. „So etwas haben wir noch nie erlebt. Wir wissen, dass die Brochterbecker uns und unsere Arbeit unterstützen und das tat gut“, so die Leiterin des Familienzentrums.

In diesem Moment war es auf dem Festplatz mucksmäuschenstill. Doch dann wurde gefeiert. Gesucht wurde ein neues Kinder-Königspaar. Unterstützt von den Familien und Ehrengästen wie den aktuell regierenden Schützenkönigspaaren aus Brochterbeck traten als erstes die Mädchen an. Frieda Poerschke (sechs Jahre alt) traf den Vogel und strahlte fast noch mehr als die Sonne oben am Himmel. Bei den Jungs schaffte es der sechsjährige Mathis Horstschraer. Beide wurden gebührend gefeiert und erhielten Kronen, Schärpe und Plakettenkette. Im Bollerwagen ging es auf die Ehrenrunde.

Danach wurde die bunte Spiel- und Spaßphase eröffnet. Die Kinder konnten an spannenden Schiffsrennen teilnehmen, bei einem Wasserparcours ihr Können zeigen, ihr Geschick beim Entenangeln testen und bunte Boote basteln. Zwischendurch durften sich die Gäste mit einer leckeren Wurst vom Grill stärken oder nach dem spannenden Wettkampf zu einem kühlen Getränk greifen.