IVZ vom 03.02.2020 von Heinrich Weßling

 

Fusionspokal geht an die Botterbuscher Schützen

 

Der Vorsitzende des Schützenvereins Wiehe-Höveringhausen Dirk Knierim (l.) und Michael Lampe, Schießwart und Organisator des Pokalschießen (hinten, 2.v.r.) übergaben die Pokale. Christina Cord (vorne Mitte) nahm den Fusionspokal entgegen. Heinrich Weßling

 

Die Schützenvereine Wiehe und Höveringhausen machen seit Jahresbeginn gemeinsame Sache. Nachdem die Mitglieder im November die Verschmelzung beschlossen hatten, ist jetzt erstmals ein gemeinsamer Pokalschießwettbewerb ausgetragen worden. Neben den üblichen Trophäen gab es aus gegebenem Anlass auch einen Fusionspokal zu gewinnen.

34 Vereine gingen an den am Start. An vier Tagen bewiesen die Teilnehmer im Schießstand des Mettinger Tüöttenparks ihre Treffsicherheit. Insgesamt wurden 3768 Schuss auf dem Kleinkaliberstand und rund 1800 Schuss auf dem Luftgewehrstand abgefeuert. Der Wettbewerb sei sehr gut gelaufen, freuten sich der im Herbst zum Gesamtvereinsvorsitzenden gewählte Dirk Knierim und Michael Lampe, Schießwart und Organisator des Pokalwettbewerbs.

Der Fusionspokal ging an die Mannschaft des Allgemeinen Schützenbundes Botterbusch aus Lotte.

Neben einem guten Schießergebnis war in dieser Konkurrenz auch noch Glück beim Knobeln gefragt.

Mit 252,0 Ringen und Punkten siegten die Botterbuscher mit deutlichem Vorsprung. Christina Cord (18) nahm den Pokal entgegen. Mit zwölf Jahren hatte ihr Vater, der gleichzeitig Schießwart in Botterbusch ist, sie mit zum Schießen genommen. Mit 51,7 Ringen erzielte die junge Frau auch die höchste Ringzahl in ihrer Mannschaft. Den zweiten Platz sicherte sich mit 246,2 Ringen der Schützenverein Nierenburg-Nordhausen vor der Damenschießgruppe aus Hopsten mit 245,5 Ringen.

Beim Jugendpokalschießen war nur ein Team am Start. Die Jugendmannschaft des Schützenvereins Priestertum erreichte hier 197,3 Ringe. „Bedauerlich, dass sich hier nicht mehr Mannschaften angemeldet haben“, sagte Dirk Knierim. Die weiteren Ergebnisse:

Kleinkaliber Hauptsatz: 1. Schützenverein Goldhügel (199,3 Ringe), 2. Hubertus-Schützen Hopsten (198,4), 3. Schützenverein St. Georg Hopsten (197,8 Ringe)

Kleinkaliber Nachsatz: 1. Platz Schützenverein Düte (197,4 Ringe), 2. Schützenverein Hölter (197,2), 3. Schützenverein Osterberg (197,0)

Luftgewehr: 1. Platz Schützenverein Nierenburg-Nordhausen (208,2 Ringe), 2. Bürgerschützenverein Saerbeck (207,8), 3. Schützenverein Mettingen-Bruch (206,6)

Kleinkaliber-Einzelwettbewerb: 1. Platz Volker Tschöltsch, Schützenverein Düte (72,5 Ringe), 2. Helmut Spinneker, Eintracht Hopsten (62,2), Johannes Üffing, Schützenverein St. Georg Hopsten (62,0).

Luftgewehr Einzel: 1. Platz Reinhard Klump, Schießfreunde Emsdetten (106,1 Ringe), Markus Welp, Bürgerschützenverein Saerbeck (105,8), 3. H.J. Prekau Bürgerschützen Saerbeck (105,0).

 


 

IVZ vom 11.12.2019

 

Die Verschmelzung ist jetzt offiziell

Dirk Knierim ist erster Vorsitzender
des Schützenvereins Wiehe-Höveringhausen

 

Der fusionierte Schützenverein Schützenverein Wiehe-Höveringhausen wählte mit Dirk Knierim (r.)
den ersten Gesamtvorsitzenden, der ab 1. Januar 2020 sein Amt antritt.

 

Die Jahreshauptversammlung der Mettinger Schützenvereine Wiehe und Höveringhausen war für beide Seiten ein besonderes Treffen: Denn die Mitglieder stimmten dem am 6. Oktober vorgestellten Verschmelzungsvertrag zu.

Somit beginnt am 1. Januar 2020 mit dem Schützenverein Wiehe-Höveringhausen eine neue Ära. Die beiden Vorsitzenden Dirk Knierim (Höveringhausen) und Michael Niehaus (Wiehe) hatten den Vertrag zur Abstimmung gestellt.

Da der SV Höveringhausen aufgrund seines Vereinsheims an der Mettener Straße das größere Vermögen aber weniger Mitglieder hat, übernehmen die Höveringhausener alle Wieher Mitglieder. Um dies zu gewährleisten, musste die Satzung angepasst werden.

Schriftführer Ingo Westmeier aus Höveringhausen hob in seinem Bericht besonders das schon seit fünf Jahren gemeinsam stattfindende Schützenfest hervor. Anschließend standen Neuwahlen auf dem Programm. Friedel Becker übernahm die Wahlleitung. Er schlug vor, die amtierenden Vorstände noch bis Ablauf des Jahres in ihren Posten wiederzuwählen. Den stimmten die gut 60 Mitglieder beider Vereine im Saal der Gaststätte Bergeshöhe zu.

Im Anschluss wurden die Vorstandsmitglieder gewählt, die mit Inkrafttreten der neuen Satzung am 1. Januar 2020 ihre Arbeit aufnehmen. Neuer Vorsitzender des SV Wiehe-Höveringhausen wurde ohne Gegenstimme Dirk Knierim. Zu seinem Stellvertreter wurde Michael Niehaus ebenfalls einstimmig gewählt.

Die beiden neuen Kassierer sind Uwe Becker und Jörg Baune. Als Schriftführer wurde Ingo Westmeier gewählt. Als Beisitzer gehören Frank Niehaus und Rita Oertel, Gisela Ruwe und Holger Rethmann dem Gesamtvorstand an.

Weitere Posten wie Oberst, Hauptmann und Fahnenoffiziere standen ebenfalls zur Wahl. Damit ist sichergestellt, dass bei traditionellen Veranstaltungen alle wichtigen Posten besetzt werden können. Vorerst soll keine neue Fahne angeschafft werden. Die Schützen treten fortan mit zwei Fahnen an.

Zum Schluss stellte der Schriftführer den Jahresplan 2020 vor. Das erste Schützenfest für den Verein Wiehe-Höveringhausen ist dann nicht mehr am ersten Samstag im Juli, sondern am zweiten Samstag im Juni. Nach gut dreieinhalb Stunden bat der neue Vorsitzende Dirk Knierim, alle Mitglieder, aktiv an den Veranstaltungen teilzunehmen. Denn nur gemeinsam und Miteinander kann eine solche Fusion funktionieren.

 


IVZ vom 09.07.2019 von Dietlind Ellerich

 

König Thorsten Laske regiert in Höveringhausen und Wiehe

Ein Ehrentanz unter Schirmen

 

Dem Königspaar Thorsten und Stefanie Laske (M.) stehen Carmen und Ingo Ostendorf (r.) sowie Dirk und Esther Knierim (l.) zur Seite. Kinderkönige sind Antonia Knierim und Luca Becker. Foto: Dietlind Ellerich

 

Mit dem 235. Schuss fiel am Freitagabend der Vogel von der Stange. Am Samstag proklamierten die Schützenvereine Höveringhausen und Wiehe ihren gemeinsamen König Thorsten Laske.

Zu seiner Königin wählte er seine Ehefrau Stefanie. Als Ehrenpaare stehen dem neuen Königspaar Esther und Dirk Knierim sowie Carmen und Ingo Ostendorf zur Seite.

Die Kinder der beiden Vereine stellten in diesem Jahr zum vierten Mal ihr Können am Lasergewehr unter Beweis. Die ruhigste Hand hatte Antonia Knierim. Sie wurde mit 47,9 Ringen Kinderkönigin. Vizekinderkönig wurde Luca Becker.

Im großen Kreise der Mitglieder der beiden Schützenvereine wechselten auf der Festwiese am Hotel „Bergeshöhe“ die Ketten von den bisherigen auf die neuen Majestäten. Vom Regen ließen sich die Schützen vorerst nicht schrecken. Ihren Ehrentanz absolvierten Königspaar und Ehrenpaare noch gut beschirmt von ihren Vereinskameraden im Freien, bevor sie sich zur weiteren Feier danach in den Saal des Hotels zurückzogen.

Die Festrede auf der Wiese hielt der Höveringhausener Oberst Ralf Kleingünther. Er erinnerte daran, dass die Vorstände der beiden Schützenvereine Höveringhausen und Wiehe gemäß des einstimmigen Beschlusses der außerordentlichen gemeinsamen Mitgliederversammlung im April dieses Jahres an der Zusammenführung der beiden Schützenvereine arbeiteten. Das Prozedere soll bis zum Ende des Jahres über die Bühne gehen.

Kleingünther lud zudem zur regen Teilnahme am Kaiserfest auf dem Schultenhof am Samstag, 20. Juli, ab 15 Uhr ein. Ihr erstes Schützenfest als fusionierter Verein werden die Schützen aus Höveringhausen und Wiehe vom 12. bis zum 14. Juni 2020 feiern. Die gemeinsame Mitgliederversammlung hatte beschlossen, das Fest in Zukunft am zweiten Wochenende im Juni, und nicht wie bisher am ersten Wochenende im Juli auszurichten.

Jubilarehrungen standen am Samstag ebenfalls auf dem Programm der Wieher und der Höveringhausener Schützen. Die jeweiligen stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Rita Oertel und Michael Lampe zeichneten Helmut Kleingünther für seine 65-jährige Mitgliedschaft im Schützenverein Höveringhausen sowie Leo Büscher, Helmut Kellinghaus und Otto Schildwächter für ihre 50-jährige Zugehörigkeit zum Nachbarverein Wiehe aus.

Ein großes Dankeschön der Schützenvereine ging an den Spielmannszug TV Hohne, der die Proklamation musikalisch begleitete.

 


IVZ vom 28.03.2019 von Dietlind Ellerich

 

Vereine aus Höveringhausen und Wiehe fusionieren

Eine gemeinsame Schützenkette

 

 

Die Vorstände der Schützenvereine Höveringhausen und Wiehe mit Ursula Goßens (v.l.), Ingo Westmeier, Rita Oertel und Dirk Knierim (SV Höveringhausen) und Michael Lampe, Michael Niehaus, Frank Niehaus, Jörg Baune, Thorsten Kühn und Thomas Lindmeyer (SV Wiehe) haben von ihren Mitgliedern das einstimmige Votum bekommen, eine Verschmelzung der beiden Vereine vorzubereiten. Foto: Dietlind Ellerich

 

Das Votum war am Ende einstimmig. In einer außerordentlichen gemeinsamen Versammlung beauftragten die Mitglieder der Schützenvereine Höveringhausen und Wiehe ihre Vorstände, einen Fusionsvertrag auszuarbeiten. Ebenso einstimmig sprachen sich die Frauen und Männer dafür aus, den Vertrag nicht erst im November dieses Jahres in der ersten Mitgliederversammlung des verschmolzenen Vereins, sondern vorher in einer weiteren außerordentlichen Versammlung beider Vereine abzusegnen.

Mit der Einladung zur gemeinsamen Mitgliederversammlung am Montag hatten die Vorstände unter ihren Vorsitzenden Dirk Knierim (Höveringhausen) und Michael Niehaus (Wiehe) die Reißleine gezogen. Da der Wieher Vorsitzende im November 2019 seinen Posten räumen möchte und niemand bereit ist, seine Nachfolge anzutreten, könnte der Vorstand früher oder später handlungsunfähig werden. Die Höveringhausener Schützen beklagen seit Jahren stagnierende Mitgliederzahlen. Bevor beide Vereine mit ihrer jeweiligen Problematik in die Bredouille kommen, soll eine Lösung gefunden werden.

Die Vorstände der beiden Vereine, die im kommenden Sommer schon zum fünften Mal ein gemeinsames Schützenfest feiern werden, hatten sich schon vorab für eine Fusion ausgesprochen. Nun galt es, die Mitglieder ins Boot zu holen. Handeln, „bevor die Gerüchteküche zu brodeln beginnt“, hatten sich die Verantwortlichen auf die Fahne geschrieben und damit offensichtlich richtig gelegen. Die intensiven Überlegungen und Aussprachen im Vorfeld kamen der Versammlung zugute. Für viele Fragen, die den Frauen und Männern am Herzen lagen, präsentierten die Vorsitzenden bereits Antworten.

So soll es eine neue Beitragsordnung und eine gemeinsame Königskette geben, die Schützenjacken (schwarz in Wiehe, grün in Höveringhausen) sollen wie bisher getragen werden, und auch die Fahnen nebeneinander bestehen bleiben.

Wichtig war den Mitgliedern beider Schützenvereine eine detaillierte Kostenaufstellung unter besonderer Berücksichtigung des Schießstandes, den die Höveringhausener Schützen betreiben. Selbsttragend übrigens, weil dank sehr viel Manpower und Mieteinnahmen die Kosten gedeckt werden können.

Auch über den Namen eines fusionierten Vereins haben sich die Verantwortlichen Gedanken gemacht. „Wiehe“ und „Höveringhausen“ sollen darin vorkommen, ein Schützenverein „Mettingen-Süd“ wird es eher nicht werden.

Bei einer Verschmelzung der Vereine „bleiben alle Rechte und Jubilare bestehen“, machte Dirk Knierim zudem deutlich, dass kein Mitglied im fusionierten Verein bei Null anfange. Weiter verständigten sich die Frauen und Männer darauf, dass sie sich über das gemeinsame Schützenfest hinaus in den kommenden Monaten besser kennenlernen und sich gegenseitig beim Übungsschießen, beim Kartenspielen oder beim Stammtisch besuchen.

Die Marschroute für den gemeinsamen Weg steht. Wenn alles läuft wie geplant, beginnt der fusionierte Verein seine Geschäftstätigkeit zum 1. Januar 2020.