Südfeldmarker
Schützenverein
1901 e.V.

 

   

   

IVZ vom 19.06.2016 von Claudia Ludewig

 

Den Südfeldmarker Schützen
wird das Fest tüchtig verhagelt
Stadt kündigt dem Verein den Platz


Die neuen Majestäten des Schützenvereins Südfeldmark, Günter und Ingrid Müller, mit ihrem Hofstaat und den Siegern des vergangenen Scheibenschießens. Foto: Claudia Ludewig

Der Südfeldmarker Schützenverein hat einen neuen König: Günter Müller wurde am Samstag auf dem Festplatz an der Ringstraße von Oberst Harald Eitner zum Schützenkönig der Saison 2016/17 proklamiert.

Geschossen wurde mit Kleinkaliber aus etwa zehn Meter Distanz auf den von Reinhart Berg angefertigten Vogel.

Recht schnell ging es an diesem Tag, den neuen König zu ermitteln: Bereits mit dem 254. Schuss fiel der Vogel und Günter Müller samt seiner Frau Ingrid standen als Nachfolger von Rafael und Madita Gödicke fest. Den Hofstaat bilden im neuen Regentenjahr Bettina und Reinhard Berg sowie Ruth und Josef Ostendorf.

  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 16
  • 17
  • 18

Doch nicht nur die Proklamation der neuen Majestäten stand im Rahmen des Schützenfestes auf dem Programm. Auch die Sieger des in den vergangenen drei Monaten ausgetragenen Scheibenschießens wurden von Schießwart Josef Ostendorf feierlich gekürt: In der Gruppe der Schützen über 50 Jahre siegte der neue König Günter Müller mit 152,2 Ringen vor Raimund Kusche (151,3 Ringe) und Harry Eitner (149,8 Ringe). Dafür gab es Plaketten in Gold, Silber bzw. Bronze. Bei den unter 50-Jährigen zeigte sich Heiko Kleinschmidt besonders treffsicher: Er lag mit 154,2 Ringen klar vor Sven Fluchtmann (153,3 Ringe) und Altkönig Raphael Gödicke (151,6 Ringe). Gewertet wurde dabei jeweils eine Serie von fünf Schuss mit dem Kleinkaliber auf die 50 Meter entfernte Scheibe, geschossen auf dem Schießstand an der Sommerrodelbahn.

Leider stand das Schützenfest in diesem Jahr insgesamt unter keinem guten Stern: Während der Proklamation öffnete der Himmel seine Schleusen, sodass die Vereinsmitglieder und ihre Gäste vom Freien ins Festzelt umziehen mussten. Auch der eigentlich wie in jedem Jahr geplante Festumzug durch die angrenzende Siedlung fiel aufgrund des schlechten Wetters diesmal aus.

Und noch eine Hiobsbotschaft hatte Oberst Harald Eitner zu verkünden: Die Stadt Ibbenbüren kündigte dem Verein den Traditionsplatz an der Ringstraße auf. „Dass einer der ältesten Schützenvereine in Ibbenbüren den angestammten Platz verlassen muss, dient laut Auskunft unserer Stadtväter eben auch dem Gemeinwohl“, bedauert Eitner das Geschehen, gibt sich aber gleichzeitig zuversichtlich: „Wir werden uns eine neue Heimat suchen und finden.“

Erste Kontakte zum Hof Rahe – in Höhe des „Hubertushofes“ auf der gegenüberliegenden Seite der Münsterstraße – seien bereits geknüpft. Trotz allem bemühten sich die Schützen, das Beste aus der Situation zu machen und das Fest zu feiern, wie es eben fiel: Nach dem obligatorischen Ehrentanz der neuen Majestäten wurde im Festzelt an der Ringstraße noch lange ausgiebig gefeiert.