IVZ vom 27.06.2017 von Brigitte Striehn

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Proklamation des neuen Königs

Ein Treffen der Generationen

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Der neue König Stefan Hagemann (7.v.l.) regiert in diesem Jahr mit seiner Ehefrau Claudia (6.v.l.) die Eintracht-Schützen. Als Begleitung haben die Majestäten die Adjudantenpaare Thomas und Tanja Ostholthoff sowie Dieter und Edith Woltring an ihrer Seite. Oberst Matthias Huil (l.) und Hauptmann Bernd Hagemann (r.) freuten sich über ein gelungenes Fest mit vielen Höhepunkten. Vorjahreskönig Tobias Durchholz (3.v.l.) war ebenso dabei wie (in Vertretung für Jana Brunsing) Monique Veerkamp (2.v.l). Foto: Brigitte Striehn

Der Frage „Was ist eigentlich Schützenfest“ ging Oberst Matthias Huil in seiner Ansprache anlässlich der Proklamation des neuen Königs der Eintracht-Schützen nach. „Für viele von uns ist es der Höhepunkt im ganzen Jahr“, erklärte er am Montagabend vor der versammelten Schützenbruderschaft auf dem Festplatz am Dreibrückenhof. Es sei ein Ereignis, auf das man sich lange freue, Gefühl von Heimat und ein Stück Sicherheit. Für diejenigen, die es an andere Orte verschlagen hat, sei es immer ein guter Grund, nach Hause zu kommen. Das Miteinander von Alt und Jung sei dabei ein wichtiger Punkt, denn oft waren schon die Vorfahren bis hin zum Uropa Vereinsmitglieder.

In seiner amüsanten Rede verwies Huil auch auf andere Problemchen. Beispielsweise sei es notwendig, ein weißes Hemd zu haben und die schwarze Hose rechtzeitig aus der Reinigung zu holen. Das war tatsächlich fast der ganzen Riege gelungen, sodass sich den Zuschauern beim Antreten und dem Marsch durch das Dorf ein einheitliches Bild bot. Auch bei den Damen spielte die Kleiderfrage eine große Rolle, wie Huil aus Erfahrung berichtete. Den vielen freiwilligen Helfern sprach er seinen Dank aus, denn ohne sie gäbe es keinen geschmückten Festplatz oder die Kinderbelustigung.

Der neue Regent Stefan Hagemann hat sich die Königswürde hart erkämpft. Am Sonntagabend gab er den finalen 735. Schuss auf den zähen Vogel ab, der um 19.07 Uhr endlich seinen Widerstand aufgab und krachend zu Boden stürzte. Zielsicherheit, Ausdauer und Durchsetzungsvermögen hatte er somit ausreichend unter Beweis gestellt. Seine Ehefrau Claudia Hagemann wird ihn als Königin durch das Jahr seiner Regentschaft begleiten. An ihrer Seite unterstützen sie Thomas und Tanja Ostholthoff sowie Dieter und Edith Woltring als Adjutanten. Die scheidenden Majestäten Tobias Durchholz und Jana Brunsing hätten ihre Aufgabe prima gemeistert, freute sich der Oberst.

In blumengeschmückten Kutschen waren die alten und neuen Königspaare auf den Platz gefahren, angeführt von der Blaskapelle Hörstel und dem Spielmannszug Blau-Weiß Recke-Espel. Die Kapellen begleiteten die Proklamation der neuen Majestäten und spielten traditionell für die Bewohner des Anna-Stiftes ein Ständchen. Als die schweren Schützenketten ihre Träger gewechselt hatten, begaben sich Vereinsmitglieder und Gäste, angeführt von einer berittenen Eskorte, auf einen neuerlichen Gang durch Hopsten. Bei der Rückkehr wurde am Ehrenmal mit einer Kranzniederlegung der Kriegsopfer und verstorbener Vereinsmitglieder gedacht. Wilfried Veltin hielt eine sehr persönliche Trauerrede. Er schilderte Schrecken des Krieges, die bis heute nachwirken.

Bereits am Sonntag hatten Jugendliche mit dem Lasergewehr die Möglichkeit, sich in der Schießkunst zu üben. Gegen 18 Uhr überreichte der Vorsitzende Ludwig Lage die von Christian Vorndieck gestifteten Pokale an Merle Visse (51,6 Ringe), Antonia Schweigmann (50,8), Noah Terheiden (50,6) und Jost Brummer (46,8). Der gemütliche Teil des Abends begann mit dem Einmarsch in den Saal bei Schmiemann. Stefan Hagemann stellte dabei seine Fähigkeit als Tabourmajor unter Beweis. Die Liveband „Black Horses“ aus Meppen übernahm anschließend die musikalische Gestaltung des Festes.