IVZ vom 16.06.2017 von Marianne Sasse

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"Bilder Markenkönig 2017"

Florian Uphues vom BSV Harkenberg-Elseck
ist neuer Markenkönig

Freude kennt keine Grenzen

 

Die neuen Könige der Mark Hörstel (v.l.): Björn Rahe vom Verein Ostenwalde, Carsten Schrameyer vom Verein Gravenhorst, Markenkönig Florian Uphues vom Verein Harkenberg-Elseck, Rainer Janning vom Verein Knobben-Poggenort, Werner Bösker vom Verein Hörstel-Dorf und Jens Schwartz vom Verein Schultenort.

Alle Könige der sechs Vereine der Mark Hörstel trafen sich Freitagmittag auf dem Festplatz in Gravenhorst, wo Plagemann, an diesem Tag in der Funktion als Oberst, die Könige der einzelnen Vereine bekannt gab. Diese zogen sich dann mit je einer Begleitperson aus dem jeweiligen Verein, der Schießaufsicht des BSV Gravenhorst, Bernhard Schrameyer, dem Oberst und einer Bewirtungsperson in den Schießstand zurück. Die Türen wurden verschlossen. Eine weitere Person eines jeden Vereins und der Markenschießwart, am Freitag war es der stellvertretende Markenschießwart, gehen in die Deckung nahe der Schießscheibe.

Die Könige im Schießstand ziehen je ein Los mit einer Nummer von eins bis sechs. In dieser Reihenfolge schießen sie auch. Jeder König hat zunächst zwei Probeschüsse, bei denen das Ergebnis angezeigt wird. Dann startet das eigentliche Markenkönigschießen. Die Automaten werden ausgestellt, damit niemand sieht, was geschossen wird.

Nach jedem Schuss wird von den Personen in der Deckung die Zielscheibe gewechselt und zwar in der Folge: erster Schütze, erster Schuss, erster Schütze, zweiter Schuss; zweiter Schütze, erster Schuss und so weiter. Die Reihenfolge der Könige ist in der Deckung nicht bekannt. Ist ein Stechen erforderlich, wird es von den Personen in der Deckung bekannt gegeben.

Wenn alle Könige ihre Schüsse abgegeben haben, geht der Markenschießwart mit den Zielscheiben in den Schießstand. Die anderen Personen bleiben in der Deckung, bis der Markenkönig bekannt gegeben worden ist. Die Schützenkönige und die weiteren Personen verlassen den Schießstand. Nur der Oberst bleibt. Der Markenschießwart und der Oberst werten die Reihenfolge der erzielten Ergebnisse aus.

Dann wird zur Markenkönigsproklamation aufgerufen. Die Schützen treten an. Der Oberst gibt das Ergebnis bekannt. Wie Greiwe und Plagemann sagten, herrschte eine freundschaftliche und gute Atmosphäre sowohl in der Deckung als auch im Schießstand.

Florian Uphues‘ Freude kannte keine Grenzen. Riesig war der Jubel auch bei den Schützen seines Vereins, dem BSV Harkenberg-Elseck, als Karl-Josef Plagemann vom BSV Gravenhorst am Freitagnachmittag das Ergebnis des Markenkönigschießens verkündete.
„Unbeschreiblich. Überglücklich. Man kann es nicht in Worte fassen“, sagte der frisch gekürte Markenkönig direkt nach seiner Proklamation.

Er folgt damit seinem Vater Werner, der 1999 Markenkönig war, auf den höchsten Thron in der Mark Hörstel. Auch Vater Werner ist mächtig stolz auf seinen Sohn.

Dass die amtierenden Schützenkönige schießen können, zeigte die Wertung des Markenkönigschießens. Das schlechteste Ergebnis waren immerhin noch 16 Ringe, zwei Könige schossen 17 Ringe, die Könige vom Dorf und aus Gravenhorst schossen 18 Ringe und der Markenkönig 19 Ringe.

Florian Uphues darf nun die historische Markenkönigskette tragen, die wohl jeder König gerne angelegt bekommen hätte. „Die Markenkönigskette stammt aus Gravenhorst, noch aus dem Kloster der Zisterzienserinnen. Die Kette ist weit über 400 Jahre alt,“ sagte Josef Plumpe, Geschäftsführer der Mark Hörstel, am Rande des Schützenfest-Arbeitsfrühschoppens mit Vertretern der Vereinsvorstände der Mark Hörstel.

Quelle: ivz-aktuell.tv

Mit Schützengottesdiensten hatte am frühen Vormittag der Schützenfesttag für die Schützen der Mark Hörstel begonnen. Jeder Verein schoss dann für sich seinen König aus. Das sind Werner Bösker (Königin Sylvia Bösker) im Verein Hörstel Dorf, Carsten Schrameyer (Königin Friederike Norra) im Verein Gravenhorst, Rainer Janning (Königin Brigitte Janning) im Verein Knobben-Poggenort, Björn Rahe (Königin Sabrina Heeke) im Verein Ostenwalde, Jens Schwartz (Königin Kirsten Schwartz) im Verein Schultenort, und eben Florian Uphues (Markenkönigin Carolin Sicker) im Verein Harkenberg-Elseck.

Um 11.30 Uhr trafen sich die neuen Könige mit Abordnungen ihrer Vereine an der Brücke am Schwarzen Weg und marschierten in einem langen Zug zum Markenkönigsverein Gravenhorst. Über dem Gravenhorster Festplatz flatterten 300 Meter grün-weiße Fähnchen, 50 Birken schmückten das Gelände.

Auch Pastor Ingo Struckamp war zum Markenkönigschießen gekommen. „Zum zweiten Mal bin ich dabei“, sagte der Pastor, der sich in seiner Schützenuniform unters Volk gemischt hatte. Er hatte am frühen Vormittag den Schützengottesdienst in St. Antonius gefeiert. „Die Kirche war gut besetzt“, stellte er fest. Hinterher war er zum Frühstück beim BSV Schultenort eingeladen. Und mittags wartete er in Gravenhorst mit allen anderen auf das Ergebnis des Markenkönigsschießens. Er kennt das Gefühl, Schützenmajestät zu sein. 1998 war er Schützenkönig in Rinkerode, 2014 sogar Kaiser, verriet er.

Am Abend trafen sich die Schützen der Vereine Harkenberg-Elseck, Knobben-Poggenort, Schultenort und Ostenwalde zu Festumzügen und Festbällen. In den Vereinen Hörstel-Dorf und Gravenhorst werden am heutigen Samstag die Schützenbälle gefeiert.