IVZ vom 10.05.2015 von Marianne Sasse

Auch der älteste "Kaiser" war dabei
Zweites Königstreffen der Mark Hörstel
mit 190 Königinnen und Königen


Gustav (l.) und Heinrich Breulmann (r.) , hier mit Moderator Herbert Wiesmann, hatten ganz besondere Gründe, am Samstag zum Königstreffen in die Schützenhalle Knobben-Poggenort zu kommen. Gustav Breulmann ist Goldener Jubelmarkenkönig, Heinrich Breulmann der älteste, noch lebende Markenkönig.

Gustav und Heinrich Breulmann hatten ganz besondere Gründe, am Samstag zum Königstreffen in die Schützenhalle Knobben-Poggenort zu kommen. Gustav Breulmann ist Goldener Jubelmarkenkönig. 1965 errang er diese höchste Schützenehre in der Mark Hörstel. Und Heinrich Breulmann ist der älteste, noch lebende Markenkönig. Er durfte die historische Markenkönigskette im Jahr 1957 tragen. „Damals hieß es noch Kaiser. Und es stand groß in der Zeitung: Heinrich Breulmann ist Kaiser“, erzählt Gustav Breulmann.

Auch Hugo Schrameyer ist gerne zum Königstreffen gekommen. „Es ist schön, wenn man sich alle paar Jahre trifft“, sagt der Silberne Jubelmarkenkönig und langjährige Adjutant des BSV Gravenhorst. Auch Reinhold Roß hatte einen besonderen Grund, dabei zu sein. Er war gleich zwei Mal Markenkönig in zwei Vereinen. Für Jennifer Bems war es das erste Königstreffen. Sie ist die amtierende Schützenkönigin im Verein Knobben-Poggenort und erste Schützenkönigin in der Geschichte der Mark Hörstel. „Es ist schön, das Gefühl zu haben, dass man dazugehört“, sagt sie. Mit dabei war auch ihr Vater, Berni Bems, der schon drei Mal Schützenkönig war und stolz auf Jennifer ist.

Jeder, der rund 190 anwesenden Königinnen und Könige hatte seine persönliche Geschichte zur eigenen Zeit auf dem Thron. So gab es viel zu erzählen. Die Stimmung war bestens, als Moderator Herbert Wiesmann zum Präsentiermarsch in die Schützenhalle einzog und das Treffen mit einem „Horrido“ eröffnete. Gleich zu Beginn machte er humorvoll klar: „Unser Ziel ist es: Alle, die nicht hier waren, sollen sich richtig ärgern!“ Er legte sich mächtig ins Zeug, um den königlichen Gästen launige Stunden zu bescheren, was ihm allerbestens gelang.

Kurzweilig gestaltete er das Treffen. Mit launigen Worten stellte er jeden Verein kurz vor und hob etwas heraus, das diesen Verein ausmacht. Doch die Schützen vergaßen auch ihre verstorbenen Mitglieder nicht. Zur getragenen Melodie vom Lied „Ich hatte einen Kameraden“ erhoben sich alle von den Plätzen.

In ihren Grußworten sprach Ortsvorsteherin Angelika Wollny von der großen Bedeutung des Gemeinsinns im Schützenwesen. „Heute steht die Pflege der Geselligkeit im Vordergrund“, sagte Wollny, „wo kann das besser gelingen, als auf einem Königstreffen?“

Josef Plumpe, Vize-Präsident des Heimatschützenbundes Tecklenburger Land, stellte die Zusammenarbeit zwischen der Mark Hörstel und dem heutigen Heimatschützenbund dar und erinnerte, dass die Aktivitäten der Mark Hörstel im – damals noch Kreisheimatschützenbund – 1964 begannen. „Im Jahr 1980 bekamen wir die Ausrichtung des Heimatschützenfestes in Hörstel zugesagt“, so Plumpe weiter. „Schon 1982 stellte die Mark Hörstel den Heimatschützenkönig von 96 Vereinen mit Karl-Heinz Rählmann vom Schützenverein Gravenhorst. Ihm folgen im Jahr 2004 Norbert Nähring vom BSV Ostenwalde und beim vorletzten Heimatschützenfest im Jahr 2012 Norbert Roß vom BSV Hörstel-Dorf.“

Nach dem Essen haute Schützenbruder Alfons Abeln aus Garrel noch einmal auf die Spaß-Pauke, bevor es zur Musik von DJ Rüdiger fröhlich-gesellig weiter ging.