IVZ vom 15.11.2021 von Andreas Winnemöller

 

Schützenbrüder starten mit Planung des Jubelfestes

Kick-Off-Meeting im Hotel Sasse

 

Christian Wilmes (l.), Kassierer des Schützenvereins, und der Vorsitzende Michael Winnemöller erläutern den rund 40 Schützenbrüdern den Ablauf des Kick-Off-Meetings. Foto: Andreas Winnemöller

 

Das Jubelfest des Bürgerschützenvereins Dreierwalde 1623 e.V. findet zwar erst im Mai 2023 statt, doch schon jetzt haben sich rund 40 Schützenbrüder zu einem sogenannten Kick-Off-Meeting im Hotel Sasse in Dreierwalde eingefunden. Damit wurde die Planungsphase des großen Festes zum 400-jährigen Bestehen des Dreierwalder Schützenvereins nun offiziell eingeläutet.

Ziemlich exakt eineinhalb Jahre dauert es noch, bis das Jubelfest am 12. Mai 2023 mit einem großen Kommersabend beginnt, zu dem sicherlich eine ganze Reihe anderer Schützenvereine, Dreierwalder Vereine und viele Gäste und Ehrengäste eingeladen werden. Diesen gilt es, wie vieles andere auch, detailliert vorzubereiten.

Einen Tag nach dem Kommersabend wird es dann das große Jubelfest gefeiert, zu dem allein um die 30 Gastschützenvereine erwartet werden. Auf der Generalversammlung im August dieses Jahres hatten sich viele Schützenbrüder freiwillig gemeldet, um bei den Planungen und Vorbereitungen für das gesamte Fest mitzuwirken. Inklusive des Vorstandes sind so fast 50 Personen direkt daran beteiligt. Was es nun braucht, ist eine gewisse Planungsstruktur. Das Kick-off-Meeting diente nicht zuletzt auch dazu, eine solche Struktur zu schaffen.

Nachdem der Vorsitzende, Michael Winnemöller die Schützen begrüßt und sich für die Bereitschaft mitzuhelfen bedankt hatte, übernahm der Kassierer des Vereins, Christian Wilmes, das Wort. Wer noch nie an einer solchen Veranstaltung teilgenommen hatte, sollte nun erfahren, wie man ein Kick-Off-Meeting effektiv und effizient gestaltet. „Wir tragen Ideen zusammen. Nicht um diese zu diskutieren oder zu werten, sondern um sie erst einmal zu haben“, erläuterte der Kassierer eingangs.

Sechs mobile Pinboards waren da bereits im Raum verteilt aufgestellt. An jedem Board war der Name einer Planungsgruppe zu lesen, denen die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung namentlich zugeordnet wurden: Umzug, Stadion, Dorfplatz, Kommers, Frauenabend und Festzeitschrift. Das sind die Titel der sechs Planungsgruppen. Jedes Board war in drei Kategorien unterteilt: Ideen, Fragen, Überschneidungen mit anderen Gruppen. Um den Ideenreichtum aller Anwesenden voll ausschöpfen zu können, wurden die Teilnehmer an dem Abend, willkürlich eingeteilt in sechs Gruppen, nacheinander für zehn Minuten vor jedes der Pinboards gestellt. So konnte jeder zu jedem Thema seine Gedanken niederschreiben, Ideen entwickeln und Anmerkungen zu den schon bestehenden Vorschlägen machen. Nach dieser einstündigen „Wanderung“ durch den Raum, waren die Pinboards gefüllt mit vielen Zetteln voller Ideen. Eine gute Grundlage für die spätere konkrete Planung, die in einem vorher gesteckten und am Ende exakt eingehaltenen Zeitrahmen entwickelt wurde.

Jede Planungsgruppe besteht nun aus sechs bis acht Schützenbrüdern. Ihre Aufgabe ist es nun, die Planungen weiter voranzutreiben, Fragen zu klären und natürlich auch weitere Ideen zu entwickeln.

Voraussichtlich Mitte bis Ende Januar kommen dann alle wieder zu einem Treffen zusammen, um die jeweils anderen Gruppen auf den neuesten Stand der Planungen zu bringen. Natürlich gibt es auch viele Überschneidungspunkte, die zwischen den einzelnen Gruppen abgestimmt werden müssen.

Der Vorstand war am Ende des Abends mit dem Verlauf und den Ergebnissen genauso zufrieden wie allen anderen Teilnehmer.

Wenn die Planungen genauso strukturiert und effektiv weitergehen wie das Kick-Off-Meeting, werde das am Ende zu einem sehr guten Ergebnis führen, davon waren alle in der Runde überzeugt.

 


IVZ vom 26.10.2021 von Andreas Winnemöller

 

Siegerehrung im Doppelpack

Schützenverein ehrt die Gewinner des Dorfpokalschießens 2020 und 2021

 

Die Sieger des Dorfpokalschießens 2020 (v.l.): Christoph Winnemöller, Nadine Hebbeler, Schießsportleiter Burkhard Lambers, Theo Rietmann, Sebastian Löcke und Ludger Heuvers Foto: Andreas Winnemöller.

 

Bereits zum 31. Mal hat der Bürgerschützenverein Dreierwalde in den beiden zurückliegenden Wochen sein beliebtes Dorfpokalschießen der Dreierwalder Vereine und Institutionen ausgetragen. 16 Mannschaften waren es am Ende, die dabei im Schießstand den Lauf angelegt und zielgenau abgedrückt haben.

Am Freitag wurden direkt nach dem Schießen der letzten Mannschaft im Wettbewerb die Pokale und Preise verliehen. Obwohl es ja bekanntlich immer nur einen Sieger geben kann, gab es diesmal die Siegerehrung gleich im Doppelpack.

Im Jahr 2020 musste der Schießstand coronabedingt nach dem letzten Schießen geschlossen und die geplante Siegerehrung abgesagt werden. So wurden diesmal nicht nur die aktuellen, sondern auch noch die Sieger des Vorjahres geehrt. Entsprechend gut gefüllt war, unter Einhaltung der 3G-Regel, dann auch der Schießstand am Freitagabend.

Schießsportleiter Burkhard Lambers begrüßte die Gäste: „Es freut mich, dass der Schießstand hier heute Abend so gut besucht ist. Die Leistungen der Schützen haben das auch nicht anders verdient“, sagte er und ging direkt zur Siegerehrung über. Neben dem Wanderpokal für den Sieger bekamen wie gewohnt die sieben bestplatzierten Mannschaften und die drei besten Einzelschützen Geldpreise überreicht. Zunächst waren die Sieger aus dem Jahr 2020 an der Reihe.

 

Die Sieger des Dorfpokalschießens 2020 (v.l.): Schießsportleiter Burkhard Lambers, Ferdi Rietmann, Stefan Lütkemeier, Ewald Steggemann, Markus Winnemöller, Niklas Fleege und Ulli Heeger

 

Die Kolpingsfamilie gewann den Mannschaftswettbewerb im vergangenen Jahr mit 197,3 Ringen und bekam dafür nun auch offiziell den Wanderpokal überreicht. Auf Platz zwei folgte der Landwirtschaftliche Ortsverein mit 195,1 Ringen und die Plätze drei, vier und fünf belegten mit dem Spielmannszug, der Landjugend und dem Jugendausschuss gleich drei Mannschaften, die in ihrem besten Durchgang exakt 195,0 Ringe erzielen konnten. Auch der Heimatverein und der Förderverein der St. Anna-Grundschule gewannen im Vorjahr als Sechste beziehungsweise Siebte noch Geldpreise.

Bei den Einzelschützen erwies sich im vergangenen Jahr Christoph Winnemöller als der Treffsicherste. Mit 52,2 Ringen gewann er die Einzelwertung vor Nadine Hebbeler, die auf 51,6 Ringe kam. Platz drei belegte mit 51,4 Ringen Wolfgang Haking.

Zu den aktuellen Platzierungen des diesjährigen Wettbewerbs: Hier gab es mit der Werbegemeinschaft einen Überraschungssieger, den wohl vorher niemand auf dem Zettel gehabt hat, zumal die Mannschaft im Vorjahr noch auf den letzten Platz gelandet war. Mit sehr guten 199,7 Ringen gewannen die Gewerbetreibenden das Schießen und erhielten dafür unter dem Applaus und dem Schmunzeln der Gäste eben jenen Wanderpokal, der zehn Minuten zuvor noch der Kolpingsfamilie ausgehändigt worden war. So schnell sei wohl noch kein Pokal gewandert, war man sich einig. Zweiter wurde der Spielmannszug des Schützenvereins mit 199,4 Ringen, gefolgt vom Heimatverein, der auf 199,3 Ringe kam. Es ging vorne also denkbar knapp zu. Auf den weiteren prämierten Plätzen landeten die Freiwillige Feuerwehr, der Landwirtschaftliche Ortsverein, der Jugendausschuss sowie das Team des DRK-Ortsvereins.

Interessanter Fakt am Rande: Mit den 197,3 Ringen, die für die Kolpingsfamilie im Vorjahr zum Sieg reichten, wäre die Mannschaft in diesem Jahr gerade mal Sechster geworden. Auch das zeigt die insgesamt guten Leistungen der Schützen in den vergangenen zwei Schießwochen. Als bester Einzelschütze wurde Niklas Fleege mit 51,7 Ringen ausgezeichnet. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Markus Winnemöller mit 51,3 Ringen und Ferdi Rietmann mit 51,2 Ringen.

 


IVZ vom 10.10.2021 von Andreas Winnemöller

 

18 Vereine treten zum Dorfpokalschießen an

Schießturnier Dreierwalde in der 31. Auflage

 

Bereits zum 31. Mal treten in der Zeit vom 13. bis zum 22. Oktober die Dreierwalder Vereine und Institutionen zum Dorfpokalschießen im Schießstand des Schützenvereins Dreierwalde gegeneinander an. Insgesamt 18 Mannschaften haben sich in diesem Jahr angemeldet und wenn der letzte Schuss am Freitag, 22. Oktober, gefallen ist, stehen die Siegerehrungen im Doppelpack an.

Bei der Pokalverleihung, die an dem Abend um 21 Uhr geplant ist, werden dann auch noch die Mannschafts- und Einzelsieger des vergangenen Jahres mit zwölf Monaten Verspätung geehrt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Siegerehrung 2020 aufgrund der seinerzeit gültigen Coronavorschriften abgesagt werden musste und nun nachgeholt wird.

Den Auftakt macht Mittwoch der Zucht-, Reit- und Fahrverein St. Hubertus. Als letzter Verein tritt dann am Abend vor der Pokalverleihung die Kolpingfamilie und damit der Sieger des Vorjahres an. Sieben Schießabende sind für das Turnier insgesamt angesetzt. Zu jeder Mannschaft gehören als Schützen fünf Frauen oder Männer, die mindestens 16 Jahre alt sein müssen. Jeder von ihnen gibt jeweils fünf Schüsse ab, wobei immer nur die vier besten Ergebnisse gewertet werden. Geschossen wird aus 50 Metern Entfernung auf die klassische 10er Ringscheibe und am Ende gewinnt die höchste Ringzahl.

Im Vorjahr folgten der Kolpingsfamilie als Sieger auf den weiteren Plätzen der Landwirtschaftliche Ortsverein und der Spielmannszug des Schützenvereins. Bei der Einzelwertung setzte sich Christoph Winnemöller vor Nadine Hebbeler und Wolfgang Haking durch. Wie in jedem Jahr erhalten die sieben bestplatzierten Mannschaften genauso wie die drei besten Einzelschützen wieder Geldpreise. Die Gewinnermannschaft darf sich zudem für ein Jahr als stolzer Besitzer des Wanderpokals fühlen.

 


Schießtermine

 

13. Oktober: ZRFV St. Hubertus (ab 20 Uhr), Kirchenchor (ab 21 Uhr);

14. Oktober: Frauengemeinschaft (ab 19 Uhr) Werbegemeinschaft (ab 20 Uhr), VdK (ab 21 Uhr);

15. Oktober: Chor Spirits (ab 19 Uhr), Karneval der Vereine (ab 20 Uhr), DRK Frauen (ab 21 Uhr);

18. Oktober: Freiwillige Feuerwehr (ab 20 Uhr), DRK Männer (ab 21 Uhr);

20. Oktober: Sportverein Brukteria (ab 19 Uhr), Förderverein St. Anna-Grundschule (ab 20 Uhr), Heimatverein (21 Uhr);

21. Oktober: Jugendausschuss (ab 19 Uhr), Landjugend (ab 20 Uhr), Spielmannszug (21 Uhr);

22. Oktober: Landw. Ortsverein (ab 18.30 Uhr), Kolpingsfamilie (ab 19.30 Uhr).

 


IVZ vom 27.09.2021 von Andreas Winnemoeller

 

Mehr als 300 Feierwillige beim Schützentag

Entspannter Tag für Dreierwalder Schützen

 

Bei der Kranzniederlegung betonte Hauptmann Stefan Roß (r.), wie dankbar die Menschen hier für 75 Jahre Frieden sein können. | Foto: Andreas Winnemöller

 

Endlich mal wieder mit der Schützenfestmütze als Kopfbedeckung losgehen. Nach der langen Coronapause wurde dieser Wunsch über 300 Dreierwalder Schützenbrüdern erfüllt.

Der Wettergott meinte es am Samstag besonders gut mit den Dreierwalder Schützen. Pünktlich schon zum frühen Treff schien die Sonne bei lauen Temperaturen und es bahnte sich ein herrlicher Spätsommertag an. Genauso hatte ihn der Schützenverein Dreierwalde passend zu dem Tag bestellt.

Die Vorfreude auf den Tag war bei allen Beteiligten groß, waren doch die Schützenfeste dieses und des vergangenen Jahres wegen Corona ausgefallen. So freute sich jeder der über 250 Schützen, die schon zum Antreten gekommen waren, endlich zumindest wieder einmal mit der Schützenfestmütze als Kopfbedeckung losgehen zu dürfen. Später im „Busch“ am Schießstand waren es dann inklusive Spielmannszug und Kapelle deutlich mehr als 300 Feierwillige, die den Tag von früh bis spät einfach nur genossen und gefeiert haben.

Für Feldwebel Hendrik Wiegard und Hauptmann Stefan Roß war es der erste Einsatz vor den versammelten Schützen auf dem Festplatz im Dorf. Die beiden Nachfolger der vor zwei Jahren zurückgetretenen Frontmänner Michael Stevens und Tobias Sommer kamen pandemiebedingt bislang nur bei digitalen Ersatzveranstaltungen zum Einsatz. Ihre Ansprachen zu den Schützenbrüdern erledigten sie dennoch wie alte Hasen. „Schützenbrüder, stillgestanden. Zur Meldung an den Herrn Hauptmann, die Augen rechts.“ Das Schützenvolk gehorchte. Schnell ging es nach dem Antreten in den Kotten des Hotel Sasse, wo die Tische reichlich mit Brötchen und Kaffee gedeckt waren. Auch der letzte Platz war besetzt, und die Schützenbrüder stärkten sich erst einmal für einen langen Tag, der da noch vor ihnen lag.
 
Nach dem Frühstück bat der Hauptmann zur Kranzniederlegung an das Ehrenmal. „Wir können nicht genug dafür danken, was die Gefallenen seinerzeit für uns und unser Land getan haben. Vor allem aber müssen wir für mittlerweile 75 Jahre Frieden in Europa dankbar sein“, so Roß in seiner Ansprache. Man müsse nur die Nachrichten schauen, um zu wissen, „wie glücklich wir uns schätzen können, in einem friedlichen Europa leben zu dürfen“.

Nach der Kranzniederlegung setzte sich der Tross, begleitet vom Dreierwalder Spielmannszug, Richtung Schießstand in Bewegung. Auf dem Parkplatz am Sportplatz hieß es ein letztes Mal „stillgestanden“, bevor der Hauptmann die Truppe in den „Busch“ entließ. Dort erwartete die Schützenbrüder ein großer Getränkepavillon und später ein Imbisswagen, sodass es an nichts fehlte. In ausgelassener Stimmung wurde der noch junge Tag dort bis in die Abendstunden hinein ausgiebig gefeiert. Der ein oder andere hatte am Samstag fast schon vergessen, dass es gar nicht das richtige Schützenfest war.
 
Das aber wollen sie dann im Mai des nächsten Jahres nach zwei Jahren Abstinenz endlich wieder wie gewohnt drei Tage lang auf dem Festplatz im Dorf feiern.

 


IVZ vom 22.09.2021 von Andreas Winnemöller

 

Schützentag statt Schützenfest

Dreierwalder Schützenbrüder wollen es Samstag krachen lassen

 

Kranzniederlegung: Im vergangenen Jahr hat eine Delegation einen Kranz am Friedhof niedergelegt. Diesmal werden mehrere hundert Schützenbrüder bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal dabei sein. Foto: Andreas Winnemöller

 

Was der Dreierwalder Schützenverein bereits im Frühjahr dieses Jahres angekündigt hat, wird jetzt am Samstag tatsächlich Realität. Da das Schützenfest nach 2020 auch in diesem Jahr coronabedingt ausfallen musste, möchten die Schützenbrüder nun zumindest einen Tag ein Stück weit nachholen. Zu diesem Schützentag treffen sie sich am Samstag bereits um 8.45 Uhr zum Antreten auf dem Parkplatz zwischen Schule und Anne-Frank-Haus. Spätestens mit dem ersten Kommando „Schützenbrüder, stillgestanden“, werden sich die Teilnehmer endlich wieder fühlen, wie auf dem seit zweieinhalb Jahren schmerzlich vermissten Schützenfest. Und auch der Rest des Tages wird dieses Gefühl fördern, denn auf dem Plan steht sozusagen bis auf den Königsball der Freitag des jährlichen Festes. Dazu werden mehr als 300 Vereinsmitglieder erwartet.
 
Die Kleiderordnung beschränkt sich an dem Tag lediglich auf die Vereinsmütze, die also jeder dabeihaben sollte. Nach dem Antreten auf dem Festplatz geht es, wie sonst auch am Freitag des Schützenfestes, geschlossen in „Sasses Kotten“ zum Frühstück. Anschließend legen die Schützenbrüder einen Kranz am Ehrenmal nieder. Von dort aus marschieren dann alle, begleitet vom Dreierwalder Spielmannszug und der entsprechenden Marschmusik, zum Frühschoppen in den „Busch“ am Schießstand. Sind die Schützenbrüder dort sonst beim Kommando „Wegtreten zum Frühschoppen“ immer noch ein mahnendes Wort des Hauptmanns mit Blick auf den Königsball gewohnt, ist das Ende des Frühschoppens diesmal an keine Zeit gekoppelt. Mit dem Frühschoppen soll der Tag auch ausklingen. Von 11 bis 13 Uhr istt wie gewohnt das beliebte Glücksschießen. Musikalisch begleitet wird der Frühschoppen vom Spielmannszug Dreierwalde und der Musikkapelle Altenrheine.
 
Außerdem wird ab 13 Uhr auch die Firma Schomann Lohaus aus Wettringen mit einem Stand im „Busch“ sein und Uniformjacken, Mützen und Krawatten zur Probe und zur Bestellung anbieten. Mit Blick auf das Jubelfest zum 400-jährigen Bestehen im Jahr 2023 unterstützt der Schützenverein jede Jackenbestellung an diesem Tag mit 25 Euro, also einem ganzen Jahresbeitrag. Zudem werden auch die Kosten für das Vereinswappen auf der Uniform vom Verein übernommen.
 
Der Tag soll in erster Linie ein Dankeschön des Vereins an seine Mitglieder sein. Trotz Corona und den ausgefallenen Schützenfesten ist seit Beginn der Pandemie niemand aus dem Verein ausgetreten. Deshalb kostet der gesamte Tag jeden Schützenbruder auch nur zehn Euro, die beim Antreten oder bei späterem Erscheinen direkt kassiert werden. Darin enthalten sind das Frühstück, der Frühschoppen sowie für jeden eine Wertmarke für eine „Manta-Platte“ am Pommeswagen, der am Schießstand aufgestellt sein wird.
 
Ausdrücklich weist der Schützenverein auf die Einhaltung der 3-G-Regel hin. Nur wer nachweisbar geimpft, genesen oder getestet ist, kann an dem Schützentag teilnehmen. Ein Testnachweis darf dabei nicht älter als 24 Stunden sein. Um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, bietet der Schützenverein über das Rote Kreuz am morgigen Freitag ab 17 Uhr einen kostenlosen Testservice im Big Balou des Anne-Frank-Hauses an. Der Test wird zur Erhöhung der Sicherheit ausdrücklich auch für Geimpfte und Genesene angeboten, ist für sie allerdings nicht zwingend erforderlich. Die vorher erforderliche Anmeldung kann unter www.drk-nrw-testzentrum.de/schnelltest vorgenommen werden.

 


IVZ vom 16.08.2021 von Andreas Winnemöller

 

Michael Winnemöller neuer Vorsitzender

Willi Tepe und Albert Schulte seit 70 Jahren im Verein

 

Diese Mitglieder ehrte Ralf Wolters (l.) für ihre langjährige Mitgliedschaft im Verein.
Fotos: Andreas Winnemöller

 

Ralf Wolters und Schießsportleiter Burkhard Lambers (r.)
mit den Schützen, die eine Plakette bekamen

 

Fast zweieinhalb Jahre liegt sie zurück, die bis dato letzte Generalversammlung des Bürgerschützenvereins Dreierwalde 1623. Nun, am vergangenen Freitag, war es wieder soweit. 115 Schützenbrüder waren der Einladung zur Generalversammlung in den Saal des Landgasthauses Hotel Wenninghoff in Dreierwalde gefolgt. Die meisten von ihnen geimpft, einige genesen und der Rest tagesaktuell negativ getestet. Die viel zitierte „3G-Regel“ macht auch eine solche Veranstaltung in Innenräumen wieder möglich.

Vorsitzender Ralf Wolters begrüßte die Mitglieder und freute sich über den guten Besuch der Versammlung. Gegen das Protokoll der Generalversammlung aus März 2018 gab es keine Einwendungen. Danach wurden die langjährigen Mitglieder des Vereins geehrt und den erfolgreichen Schützen ihre Plaketten verliehen.

Es war eine lange Liste von Männern, die nach vorne gerufen wurden. Insgesamt 14 der aktuell 636 Mitglieder des Vereins gehören diesem seit 25 Jahren an. Gleich 29 Mitglieder wurden für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt und sechs weitere sind seit 50 Jahren dabei. Jeweils acht Männer sind dem Verein vor 60 beziehungsweise 65 Jahren beigetreten und mit Willi Tepe und Albert Schulte galt es zwei treue Mitglieder zu ehren, die seit sogar 70 Jahren im Verein sind.

Nach dieser besonderen Ehrung übernahm der Schießsportleiter, Burkhard Lambers. Er rief die Mitglieder nach vorne, die in den Jahren 2019 und 2020 Plaketten für besondere Schießleistungen erworben haben. Hier galt es eine Liste mit fast 30 Schützen abzuarbeiten.

Des Weiteren wurden Ewald Löcken, der seit 40 Jahren als Adjutant dem Offizierskorps angehört, und Reinhold Zumwalde, für 21 Jahre Oberst und 26 Jahre Mitglied im Offizierskorps geehrt. Klaus Niehues hätte eigentlich vergangenes Jahr für 25 Jahre Tätigkeit als Geschäftsführer des BSV geehrt werden sollen. Der Applaus fiel nun bei der Präsentübergabe nach 26 Jahren Vorstandsarbeit als Geschäftsführer nicht minder aus.

Der Geschäftsführer war es dann auch, der eine Laudatio auf den Vorsitzenden, Ralf Wolters, hielt. Dieser gehöre seit 30 Jahren dem Vorstand an. Nachdem er 1991 als Beisitzer angefangen habe, sei er im Jahr 2000 zum 2. Vorsitzenden gewählt worden und habe im Jahr 2005, nachdem der damalige Vorsitzende Gerd Ernsting verstorben sei, wie selbstverständlich als Vorsitzender zur Verfügung gestanden und fülle dieses Amt bis heute mit voller Hingabe aus. Den Worten schloss sich lang anhaltender Applaus an.

Nach den vielen Ehrungen, dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden und dem Bericht des Schießsportleiters war Stefan Lütkemeier an der Reihe, der für den Jugendspielmannszug berichtete. Ein Thema waren einmal mehr die Nachwuchssorgen des Spielmannszuges. Hinzu kommen durch den derzeitigen Umbau der Grundschule auch noch große Raumprobleme für die Proben, die derzeit noch ungelöst sind. Trotz dieser Sorgen und trotz Corona, durch das man faktisch eineinhalb Jahre bei der Ausbildung von Nachwuchskräften verloren habe, seien die mehr als 30 Mitglieder dennoch alle mit Begeisterung bei der Sache.

Nach dem Kassenbericht standen die Vorstandswahlen an. Viele überraschte Gesichter gab es, als sich Ralf Wolters nicht wieder als Vorsitzender zur Wahl stellen wollte. So kam es nach 16 Jahren zu einem Führungswechsel. Der neue Vorsitzende heißt nun Michael Winnemöller, der viele Jahre als 2. Vorsitzender dem Vorstand angehörte.

Das Amt des 2. Vorsitzenden übernimmt jetzt Ralf Wolters, der sich durch diesen Tausch vor allem auch eine zeitliche Entlastung verspricht. Als Kassierer wurde Christian Wilmes wiedergewählt. Neu ist das Amt eines stellvertretenden Kassierers, das Sebastian Stroot übernommen hat. Außerdem wurde Stefan Lütkemeier als Leiter des Spielmannszuges, Burkhard Lambers als Schießsportleiter und Alexander Pfaffenroth als sein Stellvertreter wiedergewählt. Die fünf Beisitzer heißen Heiner Schütte-Bruns, Uwe Thiemann, Bernhard Terbeck, Frank Schröder und Rainer Wilmes.

Unter dem Punkt Verschiedenes ging es vor allem um das 400-jährige Jubelfest, das im Mai 2023 gefeiert wird. Hierfür sollen Projektgruppen gegründet werden, die sich im Vorfeld um bestimmte Aufgaben kümmern werden. Der Bitte nach Meldungen von Freiwilligen, die bereit sind, Aufgaben für das Jubelfest zu übernehmen, kam die Versammlung reichlich nach. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann konkrete Aufgaben zugeteilt werden.

 


IVZ vom 21.10.2019 von Andreas Winnemöller

 

Dorfpokalschießen

Sebastian Stroot bester Einzelschütze

Feuerwehr gewinnt den Pott

 

Organisatoren und Sieger freuten sich am Ende gemeinsam über einen gelungenen Wettbewerb (v.l.): Schießsportleiter Burkhard Lambers, Thomas Bräker, Hendrik Wiegard, Alfons Fischer, Sebastian Stroot, Heiner Schütte-Bruns und Vereinsvorsitzender Ralf Wolters. Foto: Andreas Winnemöller

 

Fast zwei Wochen lang rangen die Vertreter von 16 verschiedenen Dreierwalder Vereinen beim 29. Dorfpokalschießen des Schützenvereins um den Sieg. Am Ende setzte sich die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr mit sehr guten 200,7 Ringen durch und nahm den Wanderpokal mit ins Feuerwehrgerätehaus an der Lütkenfelder Straße. Bester Einzelschützen ist mit starken 51,7 Ringen Sebastian Stroot, der auch für das Team der Feuerwehr gestartet war und sich so als doppelter Sieger fühlen durfte.

Der Schützenverein freue sich besonders über die ungebrochen gute Beteiligung, auch wenn in diesem Jahr mit dem Zucht-, Reit- und Fahrverein und dem Karneval der Vereine zwei Teams absagen mussten, sagte Schießsportleiter Burkhard Lambers, der zusammen mit Alexander Pfaffenroth wie jedes Jahr viel Zeit und Arbeit in den Wettbewerb investiert hat. Der Vorsitzende des Schützenvereins, Ralf Wolters, pflichtete ihm in seiner kurzen Begrüßung gerne bei: „Der Dorfpokal erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit und ist zu einem echten Aushängeschild unseres Vereins und der Schießsportgruppe geworden.“

Die Siegerehrung übernahm Burkhard Lambers. Ab dem siebten Platz erhielten die Teams einen Geldpreis. Den Anfang machte als Siebter des Gesamtklassements mit dem Spielmannszug des Schützenvereins der Vorjahressieger mit 197,0 Ringen. Als Sechster beendete der Sportverein den Wettbewerb (197,4 Ringe). Die Plätze fünf bis zwei belegten der Landwirtschaftliche Ortsverein (197,6 Ringe), der Chor „Spirits“ (197,9 Ringe), der Heimatverein, der in den Jahren 2016 und 2017 gewonnen hatte (198,4 Ringe) und die Kolpingsfamilie mit 198,9 Ringen.

Für die Freiwillige Feuerwehr nahm der stellvertretende Löschzugführer, Hendrik Wiegard, den Wanderpokal unter dem Applaus der Anwesenden entgegen. Die Freude beim Löschzug Dreierwalde war besonders groß, da man den Wettbewerb zum ersten Mal überhaupt für sich entscheiden konnte.

Nach der Teamwertung wurden die drei besten Einzelschützen geehrt. Wurde der Wettbewerb im Vorjahr noch klar von den weiblichen Schützen dominiert, behielten hier diesmal ausschließlich die männlichen Vertreter die Oberhand. Dritter wurde Norbert Steggemann mit 51,3 Ringen, der für den Sportverein gestartet war. Zwei Zehntel mehr, also 51,5 Ringe, hatte Alfons Fischer für die Kolpingsfamilie geschossen und wurde damit Zweiter in der Einzelwertung.

Ebenfalls nur zwei Zehntel mehr hatte am Ende Sebastian Stroot für die Feuerwehr erreicht. Er gewann als bester Einzelschütze mit 51,7 Ringen und war mit den Siegen in der Einzel- und in der Teamwertung so etwas wie „der Mann des Tages“.

 


IVZ vom 02.06.2019 von Andreas Winnemöller

 

Stephan Heeke und Maurice Ollenburg regieren die Dreierwalde Schützen

König mit nur einem Schuss

 

Der Vorstand mit den Königspaaren: Das Kinderkönigspaar Henry Hebbeler und Nele Dall (vorne) sowie Stephan Heeke mit seiner Frau Rita und Eva Miltrup mit Maurice Ollenburg. Foto: Andreas Winnemöller

 

Das ganze Dorf war mit Fahnen geschmückt, der Festplatz sauber hergerichtet und die Vorfreude im Ort war schon die ganze Woche spürbar. Es war wieder Schützenfestzeit in Dreierwalde. Und entgegen aller anderslautender Vorhersagen spielte das Wetter auch noch von Anfang bis zum Ende mit. Passend zum Königsball zeigte es sich von seiner besten Seite.


Die Dreierwalder Schützen und ihre Gäste nutzten die optimalen Rahmenbedingungen und feierten einmal mehr ein rauschendes Fest. Unter dem Strich standen am Ende Rekordbeteiligungen beim Antreten, Kuriositäten beim Königsschießen, zwei Abschiede und ein tolles Dorffest zu Buche.

Schon am Mittwoch beim Jugendtanz war die Beteiligung erstaunlich gut. Die unter das Motto „80er und 90er“ gestellte Party zog neben vielen jungen Gästen auch das Publikum, das die Mottojahre noch selbst erlebt hatte, an.

Für die Schützenbrüder hieß es dann morgens an Christi Himmelfahrt zum ersten Mal „stillgestanden“. Beim Antreten vor dem Hochamt war die Beteiligung mit über 180 Schützen schon sehr gut. Der Messe, die traditionell im Festzelt gefeiert wurde, und der Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal, schloss sich ein musikalisch begleiteter Frühschoppen an. Nach der Mittagspause stand dann der Umzug durchs Dorf an, an dem sich, neben der Musikkapelle Altenrheine und dem Jugendspielmannszug Dreierwalde, 270 Mitglieder beteiligten.

Anschließend richteten sich die Blicke der Gäste auf dem voll besetzten Festplatz Richtung Vogelstange, an der zuerst die Altbürger (ab 35 Jahre) ihren König ausschießen sollten. Dieses Unternehmen gestaltete sich mangels Kandidaten einmal mehr recht zäh. So kam irgendwann die Durchsage, dass der Rest des Vogels abgehangen wird und die Jungbürger beginnen, ihren König zu ermitteln. Sollte es zum ersten Mal in der Geschichte keinen König bei den Altbürgern geben?

Die Jungbürger ließen sich hingegen nicht extra bitten. Bei regem Andrang folgte Schuss auf Schuss, bis schließlich Maurice Ollenburg mit dem 81. Schuss den Vogel von der Stange holte. Unter großem Jubel war damit ein König schon mal gefunden. Mit ihm freute sich auch seine Freundin, Eva Miltrup, die er zu seiner Königin erkor.

Nun erhielten die „Alten“ noch eine Chance. Der Rest des Vogels wurde wieder angebracht und zum Abschuss freigegeben. Und siehe da, fingen direkt drei Schützenbrüder an, um die Königswürde zu ringen. Spontan überlegte sich dann Stephan Heeke, auch mal einen Schuss abzugeben. Kurz eingereiht, in den Schießraum eingetreten, sein erster Schuss und der Vogel fiel. Was für ein Auftritt. Zur Königin erwählte der „Ein-Schuss-König“ seine Frau, Rita Heeke. Und er hat Geschichte geschrieben: „Einen König, der mit dem ersten abgegebenen Schuss den Vogel erledigt, hatten wir, seitdem auf Vogel geschossen wird, noch nicht“, bestätigte der Vorstand diese Kuriosität. Es war übrigens das Jahr 1991, in dem zum ersten Mal die Könige über die Vogel-stange ermittelt wurden.

Während des Ringens unter der Vogelstange war auch die Entscheidung bei den Kinderkönigen gefallen. Hier siegten Henry Hebbeler mit 49,9 Ringen und Nele Dall mit 50,3 Ringen. Das Kinderkönigspaar wurde damit Nachfolger von Mia Niehues und Christoph Leusmann.

Beim Antreten am Freitagmorgen gab es dann noch einen Rekord zu verzeichnen. Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel Sasse marschierte der Umzug mit mehr als 300 Schützenbrüdern zum Frühschoppen Richtung „Busch“. „Anderswo haben die Schützenverein echte Nachwuchssorgen. Hier werden es immer mehr. Um unser Jubelfest in vier Jahren brauchen wir uns keine Sorgen zu machen“, frohlockte Feldwebel Michael Stevens.

Am Abend sind dann noch einmal 280 Schützen zur Königsproklamation angetreten. Dies war gleichzeitig der letzte Auftritt von Hauptmann Tobias Sommer und Feldwebel Michael Stevens. Die aufkommende Wehmut wurde von einem lang anhaltenden, donnernden Applaus aller Anwesenden für die beiden übertönt. Nach einem Ehrentanz der Königspaare und einem kurzen letzten Umzug ging es dann in das von Anfang an voll besetzte Festzelt. Bei tollem Wetter und nicht minder toller Stimmung wurde der Königsball feierlich eröffnet. Was folgte, war eine große, ausgelassene Party, die ihr Ende erst fand, als es draußen wieder aufhellte.